Das Verständnis der existentiell-humanistischen Perspektive

Ich werde oft gefragt, was die existentiell-humanistische Perspektive ist. Einfach ausgedrückt, es kommt von den Wurzeln von “existieren” und “menschlich”. “Existentiell” ist eine Erforschung unserer Existenz und “Humanistisch” ist eine Erforschung dessen, was es für jeden von uns bedeutet, Mensch zu sein.

Das Entscheidende ist, dass wir existieren – wir leben. Die Herausforderung unseres Lebens ist, wie wir unsere Existenz leben und wie wir unsere einzigartigen, individuellen Reisen sinnvoll gestalten.

Hier sind einige wesentliche Konzepte, die die Perspektive beschreiben:

Wir bleiben offen für den Fluss des Lebens, seinen Prozess und seinen Inhalt. Doch in dieser Offenheit nehmen wir Stellung. Wir sind ein aktiver Teilnehmer an unseren Lebensveranstaltungen. Wir leben in dem Paradoxon, dass nichts sicher ist. Dennoch lassen wir uns dadurch nicht davon abhalten, unser Leben bewusst zu gestalten.

Wir streben nach einem Leben in Integrität und Ganzheit. Wenn wir uns gespalten und fragmentiert fühlen, hören wir zu und bleiben offen für alles, was vor sich geht. Wir werden uns dann in Klarheit und ein einheitlicheres Verständnis unserer Anliegen und Antworten verwandeln.

Wir glauben an Möglichkeiten und Potenziale. Gleichzeitig erkennen wir an, dass es Grenzen des Menschseins gibt.

Wir sind immer sowohl “Sein” als auch “Werden”.

Wir sind mit der Welt verbunden, und jeder und alles in ihr. Wenn wir etwas von unserem Schmerz heilen, heilen wir etwas von dem Schmerz der Welt. Wenn wir uns darauf konzentrieren, einige der Schmerzen der Welt zu heilen, heilen wir einige unserer eigenen Schmerzen. Wir wissen, dass wir von niemandem oder irgendetwas getrennt sind.

Wir glauben, es gibt etwas Größeres als uns selbst. Es gibt etwas Größeres als unsere Persönlichkeit oder unser Ego, für das es wichtig ist, offen zu bleiben.

Wir streben nach Offenheit und Klarheit. Wir streben danach, jeden Menschen für all das zu lieben, was er ist – all seine Kämpfe und Erfolge, all seine Freuden und Schmerzen. Wir streben danach, uns selbst auf die gleiche Weise zu lieben.

Wir wollen im gegenwärtigen Moment leben, denn es ist das, was wir haben. In diesem gegenwärtigen Moment werden Vergangenheit und Zukunft verkörpert. Wir wollen uns bewusst sein, wie wir fühlen, was wir denken und wie wir im gegenwärtigen Moment handeln. Das macht das Leben lebendig.

Wir wollen aus unserem authentischen Kern heraus handeln. Wir glauben, dass wir als Menschen, wenn wir dabei unterstützt werden, unser authentisches Selbst zu sein, letztendlich im besten Interesse des Selbst, des anderen, unserer Gemeinschaft und des Planeten als Ganzes handeln werden.

Wir wollen Beziehungen der Ehrlichkeit, Offenheit und Gegenseitigkeit. Mit dieser Einstellung glauben wir, dass neue Entdeckungen gemacht werden, eine Vertiefung stattfindet und Intimität stattfindet.

Wir bemühen uns, unser Schatten-Selbst als einen gültigen Teil von uns selbst zu umarmen und zu ehren. Wir erforschen und verstehen unser Schatten-Selbst in einer akzeptierenden, integrierten, ganzheitlichen Weise. Wir erkennen an, dass unser Schatten-Selbst ein integraler Bestandteil unserer menschlichen Verfassung ist und übernehmen Verantwortung dafür.

Wir glauben, dass Menschen von Natur aus gut sind. Allerdings müssen sie ihre Wunden erforschen und heilen, um ihre Güte zu verwirklichen.

Wir glauben, dass das Leben ein ständiger Lernprozess ist. Es gibt immer weitere Entdeckungen, die wir über uns und die Welt machen können. Wir entwickeln uns ständig weiter.

Ich wünschte mir, dass diese Konzepte ein besseres Verständnis der existentiell-humanistischen Perspektive ermöglichen. Ich hoffe auch, dass Sie einige dieser Konzepte nutzen können, um Ihr Leben zu verbessern.